Ayurveda-Wasser

Das Geheimnis des warmen Wassers

Im Ayurveda (alte indische Heilkunst) werden zur Entschlackung und Entgiftung mehrmals täglich kleine Schlucken von abgekochtem, heißem Wasser getrunken. Das Wasser wird mindestens 5 Minuten lang gekocht, wodurch es angeblich seine physische Struktur verändert. So soll das Ayurveda-Wasser  vom Körper besser aufgenommen werden und eine entgiftende und entschlackende Wirkung haben.

Du kannst Dir also einfach Wasser abkochen (5-20 Minuten) und in der Thermoskanne warm halten. Über den Tag verteilt trinkst Du einfach immer ein paar kleine Schlückchen des Wasser, am besten alle halbe Stunde. Für mich war dies ungewohnt, doch man hat das Gefühl dem Körper das zu geben was er braucht: warmes Wasser (der Körper besteht ja zum Großteil aus Wasser).

Hierzu gibt es ein sehr interessantes Video. Wie das ganze funktioniert wird hier sehr gut von zwei Ayurveda-Expertinnen erklärt:

Ob und wieviel „Gifte“ durch Trinken warmen Wassers ausgeschieden werden, ist erst mal nicht so wichtig. Es schadet auf jeden Fall nicht, solch ein Ayurveda Wasser mal auszuprobieren.

Wirkungen des abgekochten Wassers

Laut Ayurveda und eigener Beobachtung ist das warme Wasser in vielerlei Hinsicht wertvoll. Zum einen erwärmt es den Körper und sorgt für eine Aktivierung und Regulierung der Verdauung. Es entspannt und man fühlt sofort eine Energiezufuhr in Form von Erwärmung, ähnlich wie nach einer heißen Suppe.

Gut also bei Müdigkeit und Energielosigkeit – besonders für den, der Ingwer nicht so gut verträgt, ist ein Ayurveda Wasser eine gute und mild wirksame Alternative zum Ingwertee. Laut der indischen Heilkunde regt auch solch ein warmes Wässerchen das Verdauungsfeuer (Agni), ähnlich wie Ingwer, an. Ingwer tut dies natürlich doppelt und dreifach durch seine Scharfstoffe und Öle, aber das warme Wasser tuts halt auch irgendwie.

Hintergrund der Wirkung ist eine Veredelung des Wassers durch das längere Abkochen. Diese Aufwertung sorgt für eine bessere Aufnahme im Körper und den Zellen, was wiederum eine stärkere reinigende und aktivierende Wirkung nach sich zieht.

Bei Ingwer sollte die Pitta-Konstitution etwas vorsichtig sein – warmes Wasser ist für jede der ayurvedischen Typen (Doshas) geeignet, weil es eben neutral ist und keine Extraz-Zutaten wie Kräuter oder Gewürze enthält.

Extra-Tipp:

Um das Wasser noch mit Ingwer zu verfeinern, einfach wie oben beschrieben das Wasser kochen (mindestens 10 Minuten) und anschließend mit ein paar Scheiben Ingwer verfeinern. In der Thermoskanne können so weitere Wirkstoffe des Ingwers in das Wasser gelangen. Natürlich hat man dann wieder ein Ingwerwasser und es ist nicht mehr „neutral“.

Meine persönliche Erfahrung mit warmem Wasser: Besonders auf nüchternen Magen oder wenn der Magen etwas empfindlicher ist, tut solch ein warmes Wasser wirklich sehr gut – auch ohne den Ingwer.

weiter zu Ingwertee zubereiten



9 Antworten zu “Ayurveda-Wasser”

  1. Elli:

    Wenn Wasser so lange abgekocht werden soll, dann ist doch null an Mineralien mehr drin!

    • Nikolaj:

      Hallo Elli, die Mineralien bleiben beim Abkochen enthalten. Der Wasserdampf ist natürlich reines Wasser (H20) – was aber erst durch die Destillation gewonnen werden muss.

  2. Clara:

    Hallo,
    beim Kochen des Wassers decke ich den Topf mit dem Deckel ab.
    ist das o.k oder soll man es offen solange kochen lassen?
    Danke für kurze Rückinfo

    • Nikolaj:

      Deckel drauflassen spart Energie ;-). Ansonsten wüsste ich nicht, was offenes Kochen hier für Vorteile bringen sollte.

  3. Oliver:

    Hallo,
    erst mal Lob für die Ingwerseite, sehr informativ.
    Aber eine kleine Anmerkung zum Ayurveda-Wasser. Abkochen verändert die Wassereigenschaften in keinster weise. Wasser kann dadurch nicht besser in Zellen aufgenommen werden. Reinigungseffekte sind auch nicht zu erwarten.
    Die einzige „Veredlung“ durch Abkochen ist das abtöten lebender Bakterien und Inaktivierung von Viren. In früheren Zeiten (und heute noch in Indien) waren (sind) Darminfektionen eine ernste lebensbedrohliche Erkrankung. Nur aus diesem Grund sollte Wasser durch abkochen „veredelt“ werden. Unser Leitungswasser ist eines der bestkontrolierten Lebensmittel überhaupt und weist weit geringere Keimzahlen (und praktisch null infektiöse Keime) auf als manche abgefüllt erhältichen stillen Mineralwässer (z.b. Evian) auf. Die einzige Quelle von Verunreinigung stellen verkeimte Wasserleitungen beim Endverbraucher dar. Also immer schön durchspülen.
    Grüße
    Oliver

    • Nikolaj:

      Hallo Oliver,
      danke dir für deinen Kommentar. Was letztlich mit dem Wasser passiert, weiß man nicht so genau. ich bin der Meinung, dass man Wasser durchaus veredeln kann. Das Abkochen ist wie du sagtest eine gute Methode, um lebendige(!) Keime und Bakterien abzutöten. Ist das Wasser allerdings so stark verkeimt, hast du nach dem Kochen immer noch eine Art „Leichenwasser“. Um Wasser vollständig rein zu bekommen, brauchst du entweder Umkehrosmose (teuer!) oder einen Destillator, z.B. dieses günstige Destilliergerät für den Hausgebrauch.

      Destilliertes Wasser reinigt das Wasser besser als jedes Filtersystem. Wer denkt, destilliertes Wasser ist schädlich (meiner Meinung nach ein Irrtum), dem würde ich solch Standfiltersystem empfehlen.

      Unser Leitungswasser in Deutschland ist viel besser als in anderen Ländern, aber es befinden sich leider immer mehr Medikamante, Hormone, PCBs und anderes Zeugs darin. Das Wasserwerk kontrolliert nur einen Bruchteil aller möglichen Fremdstoffe. Das, was man nicht sucht, kann man nicht finden…Und das Thema mit den Wasserleitungen im Haus kommt dann noch dazu. Viele Grüße

  4. Thorwald:

    Also Wasser allein schwemmt noch keine Gifte weg, das stimmt einfach nicht – höchstens Mineralstoffe. Wenn Gifte im Körper frei werden – z.B. bei Fastenkur – oder auch einfach gegessen, müssen sie sofort heraustransportiert werden – oder sie werden eingelagert in Fettgewebe. Warum nur?
    Weil Gifte reaktionär sind, sie greifen gesunde Zellen an und schädigen sie bis zu Krebszellen. Deswegen müssen sie neutralisiert werden! Und dies wird getan mit Mineralstoffen. Erst dann können sie abtransportiert werden.
    Wenn keine Mineralstoffe da sind kriegt man Kopfschmerzen beim Fasten – ein klares Zeichen, dass Gifte frei sind, die tun, was sie wollen …

    • Nikolaj:

      Ja, interessant Thorwald. Wohl aber besteht der menschliche Körper überwiegend aus Wasser und um die Gifte auszuspülen, kommt der Mensch eben nicht um gutes Wasser herum. Du meinst sicher organisch verfügbare Mineralstoffe, die auch in Obst und Gemüse enthalten sind und nicht die anorganischen? Darüber hinaus ist für eine Entgiftung eine ordentliche Reinigung der Organe wichtig, denn oft sind diese gestaut. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit der Leberreinigung nach Andreas Moritz. Sie ist natürlich ein wenig aufwändiger aber umso effektiver. Deshalb gebe ich dir recht: Heißes Wasser trinken allein ist zu wenig..

  5. nadin:

    Hallo, also durch das Abkochen des Wassers gehen Mineralien weg, den man braucht nur mal in den Wkucken da sind die Ablagerungen von Mineralien, ja von viel wasser trinken verliert der Körper Mineralien, aber die nimmt man ja auch mit der Nahrung wieder auf, Obst Gemüse, und so weiter man muß aber viel Wasser trinken auf den salzhaushalt achten, mehr nicht. Ich trinke leider jeden Tag 3 Liter Wasser, und seit einer Woche heißes Wasser, und muss sagen es ist kein Unterschied zwischen warm und normal also Zimmertemperatur, und man sollte trinken wenn man Durst hat, nicht mehr und nicht weniger, das haben mir viele Ärzte gesagt im Sommer ist es was anderes.



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