Die Ingwertee Wirkung

Die Wirkung von Ingwertee & Ingwerheilwirkung von ingwertee

Bei kaltem Wetter (oder wenn eine Erkältung im Anmarsch ist), gibt es fast nichts besseres, als eine wärmende Tasse Ingwertee zu trinken. Manche trinken den Tee gerne vor dem Essen, aber auch nach einer üppigen Mahlzeit tut er sehr gut, weil Ingwer die Verdauungssäfte anregt. Finde selbst heraus, wann er Dir hilft.

Beobachte die leicht anregende und tonisierende Wirkung auf den Körper und du wirst Ingwertee sehr zu schätzen lernen. Mit gutem Honig gesüßt tritt die wärmende und wohltuende Wirkung bald ein. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Ingwers regen die Durchblutung an und sorgen so für einen von innen wärmenden Effekt. Besonders zur Vorbeugung von Erkältungen in der kalten Jahreszeit ist das sehr sinnvoll. Die ätherischen Öle und Scharfstoffe, allen voran das Gingerol, sind entscheidend für die Wirkung des Ingwers.

Das breite Wirkungsspektrum des Ingwers kann in manchen Fällen den schnellen Griff zur Tablette vermeiden, besonders bei harmlosen Beschwerden und leichten Erkältungssymptomen. Den Wirkstoffen im Ingwer werden nämlich ähnliche Wirkungen wie der einer Schmerztablette nachgesagt. Ingwer wirkt antibiotisch und immunstimulierend und ist ein gutes Tonikum bzw. Stärkungsmittel.

Natürlich sollte man bei einem richtigen Virusinfekt mit Fieber zum Arzt – es macht jedoch eine Menge Sinn, sich durch die Natur helfen zu lassen und z.B. durch regelmäßiges Trinken von Ingwertee die Selbstheilungskräfte auf natürliche Art anzuregen und einer Erkältung vorzubeugen.

Besonders Gewürze wie Ingwer waren in alten Kulturen schon vor Jahrtausenden als Heilmittel bei bekannt. Sie enthalten wertvolle Wirkstoffe, machen die Nahrung besser verdaulich und wirken appetitanregend. Die gesamte Verdauung wird unterstützt, der Körper entgiftet und verjüngt (Ingwer wirkt antioxidativ). Die Wissenschaft in Deutschland erkennt den Ingwer seit 25 Jahren offiziell als Heilpflanze an und in der Volksmedizin findet er des Öfteren Verwendung.

Vor 15 Jahren wurde Ingwer ins deutsche Arzneibuch aufgenommen, in dem ihm die Wirksamkeit bei Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden) und Reisekrankheit zugesprochen wird. Unter dyspeptische Beschwerden fallen z.B. Blähungen, Völlegefühle oder Bauchkrämpfe. Doch Ingwer kann noch viel mehr – für viele westliche Ärzte und Heiler sowie Mediziner aus alten Kulturen hat er traditionell eine herausragende Bedeutung als pflanzliches Arznei -und Heilmittel. 

Besonders gut wirkt Ingwertee bei:

  • Übelkeit
  • Erkältungen
  • Magenbeschwerden
  • Blähungen
  • Hilfe beim Abnehmen (Stoffwechsel wird angeregt)

Dem Ingwer wird eine zusätzliche Unterstützung bei Bronchitis, Schmerzen, Halsschmerzen, Leberbeschwerden, Rheumatische Beschwerden, Durchfall, Schwindel und (leichtem!) Fieber nachgesagt. Ingwer hilft oftmals auch bei Müdigkeit, Erschöpfung, Burnout und Energiemangel, da er körperlich und geistig stabilisiert, stimuliert und stärkt. Auch bei Nervosität und Ängsten kann Ingwer eine seelisch aufbauende Wirkung haben.

Die Wirkung von Ingwertee hängt von der Art
der Zubereitung ab

Die Einnahme des Ingwers ist auf verschiedene Arten möglich. Er kann als Gewürz beim Kochen verwendet werden, wobei hier die Dosierung für eine wirkliche Heilwirkung zu niedrig ist. Ingwertee erzielt die beste Wirkung, da er ausreichend stark dosiert werden kann und vor allem schneller wirkt als Kapseln. Wer Ingwer lieber in praktischer Kapselform einnehmen möchte, kann hier auf verschiedene Präparate zurückgreifen.

Am besten eignen sich qualitativ hochwertige Ingwerkapseln aus der Apotheke.

Ein einfaches Ingwerwasser ist schnell zubereitet und hat je nach Zubereitung eine unterschiedlich starke Wirkung. In Ingwerwasser ist nur Ingwer enthalten und in Ingwertee sind auch noch andere Zutaten enthalten. Die Wirkung des Ingwerwassers lässt sich somit noch ergänzen.

Frischer Ingwer oder Ingwerpulver?

Die Antwort ist: Beides wirkt gut! Die Wirkung von frischem Ingwer und getrocknetem Ingwer unterscheidet sich ein wenig. Bei der Pulverherstellung verwandeln sich einige Bestandteile des Ingwers (Trocknungsprozess) und es werden mehr Scharfstoffe gebildet. Je nachdem, welche Wirkung man erreichen möchte, lässt sich so Tee aus frischem Ingwer,  Ingwerpulver oder getrocknetem Ingwer zubereiten. Ingwerpulver besteht zu 100% aus pulverisiertem Ingwerwurzelstock. Hier ist unbedingt auf gute Qualität zu achten, da schlechtes Pulver sogar mit Schimmelpilzen befallen sein kann. Es sollte deshalb auch trocken gelagert werden und relativ zügig verbraucht werden. Empfehlenswert ist hochwertiges Ingwerpulver in Apothekenqualität.

Besonders bei Übelkeit hat sich meiner Erfahrung nach selbstgemachter Ingwertee aus pulverisiertem Ingwerwurzelstock (Ingwerpulver) bewährt.

Bei Erkältungen mit Halsschmerzen oder Kehlkopfentzündungen unterstützt Ingwertee aus frischem Ingwersaft, Ingwerpulver, Honig und frischem Zitronensaft (mehrmals täglich getrunken) den Heilungsprozess auf sinnvolle Weise.

Für mich ist Ingwer der beste pflanzliche Allrounder der Volksmedizin und der Naturheilkunde. Für alltägliche Beschwerden, als Stärkungsmittel und als Hausmittel ist er für viele Menschen ein guter Helfer.

Ingwertee lässt sich mit Honig noch zusätzlich veredeln, wobei hier die zusätzlichen positiven Gesundheits-wirkungen des Honigs nicht zu unterschätzen sind. Honig wird nachgesagt, er sei besser als ein Antibiotika. Verwendet einen guten Imkerhonig und keinen billigen aus dem Supermarkt. Ich trinke Ingwertee, auch wenn ich nur Teebeutel benutze, immer mit ein wenig Honig.

Viele Menschen trinken täglich Ihren Ingwertee und wollen die energetisch anregende und wohltuende Wirkung nicht mehr missen. Wenn Du den Geschmack von Ingwer oder Ingwertee nicht magst, gibt es die Möglichkeit, Ingwerkapseln einzunehmen. So lässt sich dennoch gut von der Heilwirkung profitieren.

Was genau steckt hinter der Wirkung von Ingwer und Ingwertee?

Die im Ingwer enthaltenen Scharfstoffe (Gingerol und Shoagol) sind in ihrer chemischen Struktur dem Aspirin gar nicht so fremd. Neben diesen Stoffen hat man im Ingwer bisher mindestens über 160 Inhaltsstoffe gefunden – und seine Zusammensetzung und Wirkung wird in weiteren Studien erforscht, wobei wir auf die neuesten Erkenntnisse gespannt sein dürfen.

Neben Gingerol, Shoagol und den ätherischen Ölen sind die wichtigen Wirkstoffe im Einzelnen: Zingiberen, Curcumen, Bisabolen, Sesquiphellandren, Pinen, Myrcen, Borneol, Geraniol, Linalol, Limonen, Neral und Zineol.

Zudem ist der Ingwer noch reich an Mineralien (Kalzium, Phosphor und Eisen sowie Magnesium, Kalium und Natrium) und Vitaminen, wobei besonders die A- und B-Vitamine sowie auch Vitamin C enthalten sind. Die Öle und Scharfstoffe sind jedoch weitaus bedeutender für die Ingwer-Wirkung als die Vitamine. Man nimmt deshalb auch nur verhältnismäßig kleine Mengen zu sich – der Ingwer ist auch viel zu scharf, um ihn wie ein anderes Gemüse zu verzehren. Unerwünschte Nebenwirkungen treten oftmals bei übermäßigem Verzehr auf.

Heilwirkungen von Ingwer und Ingwertee im Detail

Ingwer-Wirkung und Gesundheit (Liste mit Wirkungen)
Ingwer kann bei sehr vielen Beschwerden hilfreich sein und er hat verschiedene Wirkungen auf den Körper. Hier gibt es eine kleine Zusammenfassung von möglichen Effekten des Ingwers auf den menschlichen Körper und die Gesundheit.

Ingwertee als wirksame Hilfe bei Erkältung
Durch die wärmende, energetisierende und entzündungshemmende Wirkung ist Ingwertee ein guter Begleiter bei Erkältung mit  Schnupfen und Halsschmerzen. Was dabei zu beachten ist und was am besten hilft, kannst Du hier nachlesen.

Ingwertee bei Übelkeit mit Hinweisen zur Schwangerschaft
Hierfür ist Ingwer bekannt und hier leistet er oft zuverlässige Hilfe. Am schnellsten kann hier ein guter Ingwertee helfen. Wie der Tee bei Übelkeit hilft und was es bei einer Schwangerschaft auf sich hat, wird hier erklärt.

Ingwertee bei Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden)
Wie Dir Ingwer bei Verdauungsbeschwerden wie Magendrücken, Bauchschmerzen und Blähungen helfen kann, erfährst Du hier.

Neben den genannten Beschwerden gibt es noch weitere Einsatzgebiete von Ingwer(tee). Viele weitere positive Wirkungen sind möglich!

Nebenwirkungen von Ingwer

Eigentlich gibt es beim Verzehr von Ingwer keine bemerkenswerten Nebenwirkungen. Für sensible Personen ist die stoffwechselanregende und aktivierende Wirkung von Ingwer zu manchmal zu stark. Auch von Natur aus hitzige Menschen können mit zu viel Ingwer zusätzlich Ihr Affektsystem überreizen. In der Ayurveda-Lehre entspricht dieser Typus der Pitta-Konstitution. Hier sollte beobachtet werden, ob und wie viel Ingwer die Person verträgt.

Andererseits ist es bei Ingwer auch so, dass man gar nicht zuviel zu sich nehmen kann. Der Körper signalisiert durch die natürliche Schärfe des Ingwers von sich aus, wann es genug ist. Empfindliche Personen bekommen bei der Einnahme von Ingwer manchmal auch Durchfall.

Manchmal tritt auch Sodbrennen als Nebenwirkung auf oder es kommt zu Hautjucken. Ich hatte selbst einmal Sodbrennen nach einer zu großen Portion getrockneter Ingwerstücke, was aber vielleicht auch an dem dort enthaltenen Zucker lag. Tritt dieses Problem nur gelegentlich auf, gibt es ein paar einfache aber wirkungsvolle Haumittel gegen Sodbrennen.

Gegenanzeigen

Aus Sicht der Schulmedizin:
Men­schen mit Gal­len­stein­lei­den, Schwan­gere und Kinder unter 6 Jahren soll­ten keinen Ing­wer zu sich nehmen. Vor einer geplanten OP darf kein Ingwer eingenommen werden, auch nicht bei hohem Fieber. Bei vorhandenen Erkrankungen wird empfohlen vorher den Arzt zu konsultieren.

Aus Sicht der Naturheilkunde:
In den alten Heilsystemen Asiens wird dem Pitta-Typus (Ayurveda) oder jemandem mit Yin-Mangel (TCM) von Ingwer eher abgeraten, da hier ohnehin schon zuviel “Hitze” vorherrscht. Die meisten Menschen machen aber intuitiv schon das richtige. Wer starkes Sodbrennen hat, unter Magenbrennen oder häufigen Durchfällen leidet, sollte sich besser mit dem “Scharfmacher” Ingwer zurückhalten.

Dennoch kann auch dieser Typ Mensch zeitweise von Ingwer profitieren; besonders bei starker Unterkühlung oder einer Erkältung. Der Satz klingt schon fast abgedroschen, aber er ist wahr: Das wichtigste ist, auf seinen Körper zu hören. Denn was der eine jetzt dringend braucht, kann dem anderen eher schaden.

Wer sollte also besser keinen Ingwer zu sich nehmen?

  • Menschen mit Gallensteinleiden
  • Schwangere
  • Kinder unter 6 Jahren
  • Nicht vor geplanter OP und bei hohem Fieber
  • Pitta-Menschen (Ayurveda-Konstitution) sollten vorsichtig sein
  • Menschen mit Yin-Mangel (TCM) ebenso

Wenn Du offen für alternative Heilkunde wie Ayurveda oder chinesische Medizin bist und wissen möchtest, welche Konstitution Du hast, wende Dich an einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker, der sich in dem jeweiligen System gut auskennt.

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Weiterführende Literatur:

Schulick, Paul (1996): Ginger. Common Spice & Wonder Drug. 3rd Edition. Hohm Press, Prescott.

PhytoDoc. Portal für Gesundheit, Naturheilkunde und Heilpflanzen: Ingwer. Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. http://www.phytodoc.de/heilpflanze/ingwer/nebenwirkungen-wechselwirkungen-gegenanzeigen/, 2012, Abruf am 20.11.2012

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